Archiv nach Monaten: Juli 2011

VMware stellt vSphere5 vor

Schon klar, als ob ich es bei meiner VCP4 Zertifizierung nicht schon geahnt hätte: VMware stellt vSphere5 vor (bereits im Februar gab es ja schon die ersten Ankündigungen, jetzt wird’s aber konkreter). Was sich unter der Haube geändert habe, möchte ich hier kurz vorstellen:

  • Es gibt nur noch die ESXi Plattform – die ESX Plattform hat (wie schon seit langem von VMware angekündigt) ausgedient
  • Neue virtuelle Hardware Version 8 – damit kommen USB3.0 und Grafikbeschleunigung für die Windows Aero Oberfläche daher
  • Unterstützung für Apples OS X Server 10.6 (Snow Leopard) als Gast-Betriebssystem
  • DRS nun auch für Storage
  • vMotion unterstützt nun auch Netzwerke mit hoher Latenzzeit
  • Größere virtuelle Maschinen (nun bis zu 1TB RAM / 32 vCPUs)
  • Unterstützung von vCenter unter Linux

Welche Features sich in der Praxis wie präsentieren und ab welchen Releases sie inkludiert sind, muss sich noch herausstellen.

Ein neues Lizenzmodell hingegen ist sicher: VMware koppelt nun je nach Lizenz den den VMs zugewiesenen RAM je CPU. Konkret bedeutet das, dass man unter der Essentials Plus nurmehr 24GB RAM je linzensierter CPU verwenden kann/darf. Irgendwie war das klar, dass VMware nicht mehr lange per Socket abrechnen wird – dennoch war ja schon immer die Anzahl der Kerne je CPU limitiert.

Kunden, die z.B. eine Essentials Plus früher mit mehr als 48GB RAM je Host laufen liessen, haben nun klar das nachsehen. Insbesondere deshalb, weil die meisten Benutzer wohl eher unter RAM- als unter CPU-Contention litten … bedauerlich! In diversen Foren kursieren Rechenbesipiele aus der Praxis, bei welchen Mehr-Lizensierungen von 200%-300% zu tätigen sind – also zweifach bis dreifach höhere Lizenzkosten bei vSphere5 als bei vSphere4!

VMware war schon immer der Platzhirsch unter den Virtualisierern und ließ sich ihr gutes Produkt stets auch gut bezahlen – andere Hersteller jedoch schlafen nicht und ziehen technologisch Stück für stück nach.

Mal sehen, wie lange es sich KMU’s gefallen lassen, den nicht unerheblichen VMware-Obulus zu entrichten.

Wesentlich kritischer scheinen die Limitierungen des neuen ESX5i (free) zu sein. Hier ist von maximal 8GB vRAM (also für die Nutzung für VMs konfiguriertes RAM) zu lesen – schöne neue Welt!

Ergänzung vom 27.12.2011: Spielt man die ESX5i „Free“ Lizenz ein, so kann man eine physikalische CPU, maximal 8-Wege-Virtual SMP und 32GB RAM verwenden, also eigentlich ganz akzeptabel …

OpenVPN client unter Windows 7 mit aktivierter UAC

Möchte man den OpenVPN Client unter Windows 7 einsetzen, dem Benutzer aber weder volle Administrative Berechtigungen geben oder die UAC komplett abschalten, hilft diese Anleitung weiter:

Die Anleitung gilt für die Installation des Astaro-OpenVPN Clients – ist aber für den Standard OpenVPN-Client anwendbar, wenn man die Pfade entsprechend anpasst.

Die folgenden Schritte als Administrator ausführen:

  1. OpenVPN Client wie gewohnt installieren
  2. In den Verzeichnissen „config“ und „log“ im Astaro Verzeichnissen die Berechtigungen „ändern“ für die Gruppe der „Netzwerkkonfigurations-Operatoren“ setzen
  3. Die Benutzer, welche anschliessend den OpenVPN Client verwenden sollen, auch in die Gruppe der „Netzwerkkonfigurations-Operatoren“ einfügen
  4. Autorun/Autostart des OpenVPN-Clients dekativieren:
    Im Registry-Key „HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run“
    den Wert für „openvpn-gui“ löschen
  5. Die Eigenschaften des Programmes „openvpn-gui“ im Ordner „%PROGRAMFILES%\Astaro\Astaro SSL VPN Client\bin“ ändern:
    Rechte Maustaste -> Eigenschaften -> Kompatibilität -> „Programm als Administrator ausführen“ DEAKTIVIEREN:

Nun mit dem Account anmelden, welcher mit dem OpenVPN Client arbeiten soll. Folgende Schritte durchführen:

  1. Erstellung eines Shortcuts für den OpenVPN-Client auf dem Desktop.
    Anschließend die Eigenschaften des Shortcuts auswählen, in Verknüpfung -> Erweitert  -> „Als Administrator ausführen“ anhaken. Nicht den Haken bei „Als Administrator ausführen“ im Tab „Kompatibilität“ setzen!

  2. Soll der OpenVPN Client nach der Benutzeranmeldung automatisch gestartet werden, kann dieser Shortcut auch im Autostart-Ordner abgelegt werden.

Das war’s jetzt. Wird der OpenVPN-Client nun gestartet, erscheint die gewohnte Windows-UAC-Meldung. In dieser einfach den Benutzernamen und das Passwort des Accounts angeben, der gerade angemeldet ist.

Beim Aufbauen der Verbindung prüfen, ob der Verbindungsaufbau erfolgreich war und ob der Client in der Lage war, die Route zu ändern.

Vielen Dank an die Firma Astaro, aus dessen Support-Wiki die Anleitung stammt!

128GB USB Stick für weniger als 20EUR ?

Zu schön, um wahr zu sein – bei eBay gab es ein Sofort-Kauf-Angebot für einen Kingston 128GB USB Stick. Neu, verpackt, versandkostenfrei und aus China – für 22,99 US$.

Klar, eigentlich sollte man wissen, das man dafür keinen USB-Stick bekommt, vielleicht 16GB aber nicht mehr. Egal, ich hab’s ausprobiert und mir das gute Stück ersteigert. Dann noch schnell per Paypal zahlen und 10-15 Tage warten …

… oder bis zum nächsten Tag, als das Angebot beendet wurde und der Artikel bei eBay nicht mehr verfügbar ist. Musste ja so kommen …

Jetzt bin ich mal gespannt, was passiert. Am Ende werde ich die Ware ziemlich sicher nicht bekommen und genauso sicher den Käuferschutz bei PayPal beantragen.

Update vom 21.6.:

Der Verkäufer hat sich doch glatt bei mir gemeldet. Grund für die Löschung der Auktion sei gewesen, dass eBay den Verkäufer bezichtigt hat, Plagiate zu verkaufen – jetzt bin ich noch mehr gespannt, als zuvor, da mit versichert wurde, dass ich die ersteigerte Ware bekomme.

Update vom 5.7.:

Kaum zu glauben – ich hatte heute Post aus China! Der Stick ist gekommen. Bevor ich ihn jedoch auspacke, werde ich die Verpackung genau fotografieren. Auf den ersten Blick sieht er original aus! Bin gespannt …

Weiteres Update von heute:

OK, war ja schon vorher klar, es war ein fake. In der Tat hatte der Stick 1GB Kapazität, nicht die „versprochenen“ 128GB. Die Verpackung machte aber schon einen professionellen Eindruck, spätestens aber, als ich die Aluteile des Gehäuses abstehen und unsauber eingepasst sah, war es mir doch schon klar, 12EUR zu viel ausgegeben zu haben.

Gebprüft habe ich den Stick mittels h2testw vom Heise Verlag.

Mal schauen, ob man über den PayPal Käuferschutz was machen kann.