Archiv nach Monaten: Oktober 2011

SC Fürstenfeldbruck 4 – FC Emmering: 0:4

CSI:unglaubwürdig (II)

CSI:Miami (Season 9, Episode 7 – Am Haken)

Horatio Caine unterhält sich mit einem Verdächtigen, während er aus dem Augenwinkel ein Mündungsfeuer sieht. 3 Sekunden später wird das Fenster von der ersten Kugel durchschlagen, weitere Projektile folgen in kurzen Abständen mit hoher Präzision. Später erfährt man, dass das Gewehr aus einem Wasser-Rohr als Lauf, einem Türscharnier als Hahn sowie weiteren Utensilien von einem Laien selbst zusammengebaut wurde.

Unglaubwürdig erscheinen in diesem Zusammenhang zumindest die folgenden Faktoren:

  1. Aus der geschätzten Entfernung von ca. 300 Metern ist es einem ungeübten Schützen selbst mit einer Präzisionswaffe und Zielfernrohr kaum möglich, mit dieser Genauigkeit zu schießen (zwei Einschüsse in wenigen cm Abstand). Von einem Gewehr mit Wasserrohr-Lauf und ohne Einschiessen ganz zu schweigen.
  2. Es fallen mehrere (mindestens zwei) Schüsse kurz hintereinander. Die selbst gebaute Waffe hat aber kein Magazin oder zwei Läufe und ein Patronenwechsel dauert mehr als ein paar Sekunden.
  3. Die verwendete Munition (5.56 / Remington .223) hat eine Austrittsgeschwindigkeit von mehr als 900 m/s. Bei einer Zeitdifferenz zwischen Mündungsfeuer und Einschlag von 2-3 Sekunden hätte der Schütze also unglaubliche 2-3 km entfernt stehen müssen.

Fürsty: It’s all over now baby blue …

Ja, das waren noch Zeiten, als ich als Kind mir die Nase am Zaun des Fliegerhorstes plattgedrückt hatte. Als noch die Nato-Mofas über Olching tief über die Staats-Straße eingeflogen sind. Ab und an waren Amerikaner mit Ihren Phantom zu Besuch, auch AWAC’s hat der Standort schon mehrfach gesehen. Wie oft habe ich geschimpft, als der Flugverkehr und die Triebwerkstests meine Nerven über Gebühr strapaziert hatten …

Jetzt wird sie geschlossen, die „Wiege der Luftwaffe“. 1956 erhielten dort die ersten zehn deutschen Flugzeugführer ihr Abzeichen – die Geschichte des Flugplatzes reicht noch weiter bis ins Jahr 1935 zurück. 1997 wurde der (militärische) Flugbetrieb eingestellt – gerade mal 41 Jahre hat der Zauber gehalten. Mittendrin erinnert man sich noch 1972 an den mißglückten Befreiungsversuch des Olympia-Attentates, welchem auch ein Denkmal vor dem Kaernentor gewidmet wurde. Ein weiteres Denkmal, das „Ehrenmal für die Toten der Luftwaffe und Luftfahrt“, befindet sich in unmittelbarer Nähe und dürfte alleine schon von der Größe her einzigartig sein.

Viele Zivilangestellte und auch dort tätige Soldaten werden die Entscheidung unseres Verteidigungsministers mit unguten Gefühlen aufgenommen haben, ebenso viele Menschen und Politiker im nahen Umfeld – eine wichtige Wirtschaftsgröße wird mittelfristig entfallen.

In Lagerlechfeld wird das JaboG32 aufgelöst, der Flugplatz soll aber weiter in Betrieb bleiben (sitzt doch in unmittelbarer Nähe Premium Aerotec).

Oberstimm und Penzing wird aufgelöst, viele weitere Kasernen und Standorte werden z.T. drastisch verkleinert. So verbleiben in Erding statt der 1190 Soldaten forthin nur noch 220. Wenn ich da an meine eigene Bundeswehrzeit in Erding zurückdenke, da war der Standort noch keine Geisterstadt!

Schön aber, dass zeitgleich die Diskussion über die Erweiterung der Euro-Rettungsschirmes läuft – da hat die Politik dann wieder Gelegenheit, die dringend im Land benötigten Milliarden unseren Nachbarn zu schenken (ich geb’s ja zu, ich verstehe die globalen finanzpolischen Zusammenhänge nicht – ich find’s nur immer etwas einseitig, dass immer dem Normalbürger das Geld aus der Tache gezogen wird um es dann denen zu geben, die ihr Geld verzockt haben!). Wir ham’s ja!

CSI:unglaubwürdig

Zugegeben, ich schaue die CSI Folgen wirklich gerne an. Kurzweilig, oft spannend aber manchmal auch haarsträubend. An dieser Stelle möchte ich immer wieder mal einige Stellen im CSI-Universum vorstellen, die einfach so nicht hinhauen.

An die Thematik, dass die CSI-Leute in der Lage sind, aus Überwachungskameras eine Bildqualität zu zaubern, die dem Hubble-Teleskop in nichts nachsteht hat man sich ja mittlerweile gewöhnt. Aber es haben sich natürlich auch jede Menge anderer Fehler eingeschlichen, die ich hier vorstellen möchte:

CSI:NY (Folge 142, Staffel VII – Ihr letzter Chat)

Adam Ross hängt mal wieder in einem Video-Chat und muss mit ansehen, wie die hübsche französische „Gegenstelle“ (in die sich Adam gleich verschaut hat) von einem maskierten Mann ermordert wird. Natürlich fällt es dem CSI-Team leicht herauszufinden, wo der Tatort liegt – aber genausoleicht fällt es dem Mörder, die Identität des letzten Chat-Partners herauszufinden. Klar, der Täter ist IT-Spezialist. Aber wie er mittels dieses Zitates auf den Aufenthaltsort des Zeugen schliessen kann, wird er wohl nochmal erklären müssen:

Auf dem Bild sieht man eine Netzwerkadresse, welche aus vier Zahlenkombinationen (durch Punkte getrennt) angegeben wird. Allerdings ist der Zahlenbereich dieser vier Zahlen (man spricht von Oktetten) auf 0-255 festgelegt (also jeweils 8bit – deshalb auch Oktett). So kann dies also nie und nimmer eine Netzwerkadresse sein. Zweiter Fehler: An hand der ersten beiden Zahlen (hier die 172.16) kann man erkennen, dass es sich um einen Privaten IP-Adress-Bereich handelt – der so niemals ins Internet kommt. Also hätte der Mörder (wenn ihm nicht der erste Fehler unterlaufen wäre) wohl versehentlich eine Adresse aus seinem eigenen Netzwerk notiert …

SC Oberweikertshofen II – FC Landsberied: 0:0

Am Sonntag sind wir (nicht zuletzt wegen des schönen Wetters) nach Oberweikertshofen gefahren und haben uns mal ein Spiel „der Großen“ angeschaut – jedoch nur die zweite Halbzeit. Wenn man bedenkt, daß die Gäste einige Tabellenplätze weiter oben agieren und es sich um die zweite Mannschaft aus Oberweikertshofen handelt, kann man mit dem Remis bestimmt sehr zufrieden sein. Schade allerdings, dass sich nur wenige spielerische Elemente geziegt haben und doch sehr viel „rumgeholzt“ wurde.

Viele Grüße an dieser Stelle auch an Uli Bergmann!