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Übergreifendes Volume erweitern

Bei vielen unserer Installationen kommt es vor, dass große Fileserver virtualisiert werden müssen. An sich kein großes Problem, allerdings hat VMware durch zwei Limits allzugrossen Platten einen Riegel vorgeschoben:

  • Ein datastore darf maximal ~2TB gross sein
  • Selbst wenn man den datastore durch „aneinanderhängen“ vergrössert, darf eine virtuelle Platte maximal auch wieder ~2TB gross sein

Das bedeutet in seiner Konsequenz, dass man einem grossen Fileserver mehrere virtuelle Platten zuordnen muss, um auf die gewünschte Plattenkapazität zu kommen. Aber wie konfiguriert man nun die Platten unter Windows und hat man später dann auch die Möglichkeit, den Plattenplatz zu erweitern, ohne die Daten zu verlieren?

Praxisbeispiel: Fileserver mit 4TB Plattenplatz

Initial habe ich den Fileserver (Windows 2008R2) mit einer 40GB Systempartion (separate virtuelle Platte) und zwei ca. 1,9TB grossen virtuellen Platten (welche ich als übergreifendes Volume unter Windows konfiguriert habe). Soweit so gut – aber nach einigen Wochen stellte sich heraus, dass der Plattenplatz nicht ausreichen wird.

Die Gretchenfrage: Ist es möglich, dem übergreifenden Volume eine weitere Platte „einzuhängen“, ohne dass Daten verloren gehen?

Die Antwort: Ja, es geht – sogar recht unspektakülar in der Datenträgerverwaltung.

Im Prinzip ganz einfach: Weitere (virtuelle) Platte einhängen und das übergreifende Volume erweitern. Ich habe ein paar Screenshots erstellt, um das alles zu illustrieren:

So sieht das alles (mit kleinen Platten unter VMware Workstation zum Testen) aus, als nur die Systemplatte + die beiden Platten für das übergreifende Volume im System waren:

Nun wurde die dritte Platte (um welche das Volume vergrössert werden soll) hinzugefügt. Das geht auch im „Live-System“ im laufenden Betrieb – so lange es sich um virtuelle SCSI Platten handelt. Die Platte ist natürlich noch nicht initialisiert.

Mit „rechtem Mausklick“ auf das zu erweiternde Volume -> extend Volume wählen. Anschliessend erscheint der folgende Dialog:

So einfach war’s dann, anschliessend sieht es so aus (und die Daten sind auch noch alle da):